AKW Fukushima powerd by Google MapsTrotz der vielen Nachrichten über teilweise Erfolge beim Kampf gegen den Super-GAU in Fukushima, bin ich der Meinung, dass gar nichts in Ordnung ist. Um eine noch schlimmere Katastrophe zu verhindern werden Leute auf das verstrahlte Gelände geschickt. Keiner weiß richtig was in den Reaktoren abgeht und mit immer neuen dilettantisch anmutenden Operationen wird versucht das Unheil von Japan und dem Rest der Welt abzuwenden.
Wo sind die ganzen hochbezahlten Manager die bis zu 40 Mal mehr Gehalt bekommen, weil sie ja die Verantwortung für das Unternehmen tragen. Die hocken in Tokio geben durchaus fragwürdige Presseerklärungen ab und versuchen so viel wie möglich zu vertuschen. Nein, ganz im Gegenteil, man gibt den Leuten die unter Einsatz ihrer Restlebenslaufzeit an den Reaktorblöcken arbeiten noch die Schuld, dass sie sich verstrahlt haben.
Der japanische AKW-Betreiber Tepco gibt den drei verstrahlten Arbeitern am Unglückswerk Fukushima eine Mitschuld an ihren Verletzungen. Die Arbeiter hätten Strahlenzähler bei sich getragen, den ausgelösten Alarm aber ignoriert.
Abwechselnd wird über graue und weiße Rauchsäulen berichtet als wenn es hierbei um die Wahl eines neuen Papstes gehen würde. Nachdem Tage lang immer wieder die gleichen Bilder, Filme und Kernenergieexperten über den Bildschirm flackerten, melden sich jetzt die Wirtschaftsexperten zu Wort. Sie meinen noch eine Chance in der Katastrophe erkennen zu können. Wie pervers ist unsere Welt!
Mittlerweile sind die Opferzahlen des Erdbeben- und Tsunamiunglückes über die 10.000er Marke geklettert. Hundertausende Menschen leben in Notunterkünften und bemängeln die nicht bei ihnen ankommende Hilfe. Kaum medizinische Versorgung führt dazu, dass Menschen in Notunterkünften sterben. Der Mangel an Lebensmittel und Getränken ist durch die Rationierung zu erkennen. Trinkwasserverseuchung und verstrahlte Lebensmittel sind weitere Nachweise dafür, dass sowohl die Regierung als auch der AKW-Betreiber Tepco die Fähigkeit des Agierens längst verloren haben. Beide sind nur noch zum reagieren verurteilt.
Indessen erwägt die Regierung die Evakuierungszone um die Unglücksreaktoren zu erweitern. Man bittet die Bevölkerung freiwillig vorläufig in andere Regionen umzusiedeln.
Und in Deutschland und Europa geht das Spiel der Verarschung der Bevölkerung weiter. Eine Bundesregierung die ein AKW-Moratorium zwecks Wahlkampfs erlässt und ein EU-Energiekommissar Günther Oettinger der die Bestimmung von Meinungen über Kernenergie in Europa anhand von Tanzschritten erklärt. Wie blöd muss man sein.
Günther Oettinger ab 6:35 es lohnt sich aber alles anzuschauen!
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